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Hilfe und Betreuung für Straßenkinder im Südsudan
Schülergruppe beim Unterricht im Straßenkinderzentrum
Hilfe und Betreuung für Straßenkinder im Südsudan

Zur Situation im Land

Nach über 60 Jahren Bürgerkrieg wurde im Jahr 2011 der Südsudan als der jüngste Staat der Erde gegründet. Bereits kurz nach der Staatsgründung sind Ende 2013 erneut kriegerische Konflikte ausgebrochen. Schnell weitete sich der politische Kampf um Macht, Land und Öl zu einem ethnischen Konflikt zwischen den beiden größten Volksstämmen des Landes aus. Von den ca. 11,5 Millionen Einwohnern des Landes sind über 2 Millionen auf der Flucht – vertrieben im eigenen Land. Trotz wiederholter Versuche, den Frieden wiederherzustellen, ist ein Ende der Kämpfe bisher nicht absehbar.

Am meisten leiden die Bürger unter den Auseinandersetzungen: Zusätzlich zu politischen, ökonomischen und infrastrukturellen Schwächen, geringer wirtschaftlicher Lebensfähigkeit, fehlendem Gesundheitssystem sowie nur sehr eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten leidet der Südsudan als eines der größten Ölexportländer unter Kraftstoffmangel. In den letzten zwei Jahren konnte kaum Landwirtschaft betrieben werden, da sich Frauen und Kinder dauernd auf der Flucht und die männliche Bevölkerung im Krieg befanden. Dies wiederum trägt zu einer extremen Armut in Verbindung mit hohen Lebenshaltungskosten bei. Zwar hat UNICEF offiziell die Hungersnot aufgehoben, der Hunger jedoch bleibt. Die Lebenshaltungskosten sind extrem hoch.

Kinder und Jugendliche sind ganz besonders davon betroffen. In Wau sowie im ca. 75 km entfernten Kuajok leben zwischen 500 und 950 Kinder und Jugendliche auf der Straße; der Großteil von ihnen ist männlich. Die Gründe sind vielfältig: Sie liegen in kulturell bedingten Familientraditionen, großer Armut und der Migration begründet. Um überleben zu können, sammeln die Kinder Müll und wiederverkäufliche Rohstoffe und verrichten jegliche kleinen Arbeiten. Drogen, vor allem Alkohol und Klebstoffschnüffeln, sind ein großes Problem. Viele der Kinder rutschen in die Kriminalität ab und sind Gewalt ausgesetzt.

Die Arbeit der Salesianer vor Ort

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos (SDB) ist seit 31 Jahren im Sudan tätig; sie unterhalten im Südsudan vier Niederlassungen. Das Ziel ihrer Arbeit ist die Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche mit Hilfe von Bildung und Sozialarbeit. Dies wird durch eine Vielzahl von Grund- und weiter-führenden Schulen sowie Berufsbildungszentren erreicht. Weiter errichten sie Jugendzentren, kümmern sich um die medizinische Versorgung und betreiben intensive Straßensozialarbeit für Kinder in Risikolagen. Dabei arbeiten sie eng mit den staatlichen Stellen, der Diözese Wau, der Caritas und verschiedenen lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen vor Ort zusammen. 

In den Einrichtungen der Ordensgemeinschaft in Wau und Kuajok werden bis zu 800 Straßenkinder betreut. Es werden Bildungs- und Freizeitaktivitäten durchgeführt; die Kinder bekommen zu essen, haben einen Schlafplatz und werden medizinisch versorgt. So können sie geborgen aufwachsen, eine ganzheitliche Bildung genießen und zu selbständigen Bürgern heranreifen.

Vor kurzem konnte der Neubau eines Straßenkinderwohnheimes abgeschlossen werden; nun kann der wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen auf der Straße noch effektiver begegnet werden. Die zu betreuenden jungen Menschen haben teilweise ihre Eltern im Bürgerkrieg verloren oder sind ehemalige Kindersoldaten.

Ihre und unsere Unterstützung

Die aktion hoffnung möchte mit Ihrer Hilfe das Straßenkinderzentrum mit 30.000 Euro unterstützen. Mit diesem Betrag werden die laufenden Unterhaltskosten finanziert, außerdem ist die Anschaffung von Möbeln und Schul- und Freizeitmaterial notwendig.

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Spendenkonto:

IBAN DE61 7509 0300 0200 1432 00, BIC GENODEF1M05

Verwendungszweck: "Straßenkinder Südsudan - 8003 2001“