Schulbildung im Libanon

Hoffnung für Kinder in Bourj Hammoud
Hoffnung für Kinder in Bourj Hammoud

Um den Schrecken des Kriegs zu entkommen, sind seit Beginn des Bürgerkriegs mindestens 1,2 Mio. Syrer in den benachbarten Libanon geflohen. Da es keine offiziellen Flüchtlingslager gibt, leben die Menschen über das Land verteilt bei Verwandten, in völlig überteuerten Mietwohnungen mit mangelhaften Hygiene- und Sicherheitsstandards bzw. in improvisierten Zeltlagern. Die Flüchtlinge bekommen keine Arbeitserlaubnis, sie sind gezwungen, unter ausbeuterischen Bedingungen auf dem Schwarzmarkt zu arbeiten. 

Die Infrastrukturen im Bildungs- u. Gesundheitsbereich reichen bei weitem nicht aus, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Zwar hat die Regierung eine Strategie zur Einschulung syrischer Flüchtlingskinder entwickelt, doch selbst bei erfolgreicher Umsetzung wird nur rund die Hälfte der syrischen Kinder eingeschult werden können.

Unser Projektpartner im Libanon

Der Jesuiten Flüchtlingsdienst (Jesuit Refugee Service – JRS) unterstützt syrische Flüchtlingskinder, die bisher noch keinen Zugang zu den staatlichen Förderprogrammen haben. Mit speziellen Förderkursen werden die Kinder gezielt auf die schulische Eingliederung vorbereitet. Auch die Familien der Flüchtlingskinder werden durch psychosoziale und humanitäre Maßnahmen unterstützt. Mit Öffentlichkeits- u. Lobbyarbeit sensibilisiert der JRS die libanesische Politik und die Gesellschaft für die Bedürfnisse der Flüchtlinge.

Die Arbeit des JRS vor Ort

In Bourj Hammoud, einem Vorort von Beirut, führt der JRS seit 2015 erfolgreich ein Programm zur schulischen Unterstützung der Flüchtlingskinder durch. Im kommenden Jahr soll dieses Programm auch auf die Bekaa-Ebene nahe der syrischen Grenze ausgeweitet werden. Dort leben rund 67% aller Flüchtlinge des Landes, die meisten in inoffiziellen Zeltlagern. Wegen der Nähe zu Syrien kommt es immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen. Der Anteil an Flüchtlingskindern, die keine Schule besuchen, ist in der Region mit 85% im landesweiten Vergleich am höchsten.

Mittlerweile unterhält der JRS in der Bekaa-Ebene 3 schulische Einrichtungen für insgesamt 1.300 Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren. Die meisten der Lehrkräfte sind selbst Flüchtlinge, sie werden 2 Mal pro Jahr pädagogisch geschult. In jeder Schule gibt es einen Sozialarbeiter,  der sich speziell der seelischen und sozialen Probleme der Kinder annimmt und in Hausbesuchen auch die Familien mit einbindet. So soll verhindert werden, dass die Kinder arbeiten müssen, um zum Familieneinkommen beizutragen, oder dass Mädchen in frühe Heiraten gezwungen werden. Neben den klassischen Fächern gehört in den Einrichtungen auch die Friedenserziehung zum Unterrichtsprogramm. Außerdem erhalten die Kinder täglich eine gesunde Mahlzeit.

Ihre und unsere Unterstützung

Das Programm gibt syrischen Flüchtlingskindern die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung zu lernen und mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Ihr Alltag bekommt wieder eine Struktur, sie knüpfen Freundschaften. All dies hilft ihnen, mit dem Verlust der Heimat und den traumatischen Ereignissen, die sie auf der Flucht erleben mussten, umzugehen und sie zu verarbeiten.

Die aktion hoffnung möchte mit Ihrer Hilfe die Programme des JRS in der Bekaa-Ebene mit 30.000,- € unterstützen, um den Flüchtlingskindern im Libanon den Schulbesuch zu ermöglichen und ihnen den Weg in eine bessere Zukunft zu ebnen.

 

Spendenkonto:

IBAN DE61 7509 0300 0200 1432 00, BIC GENODEF1M05

Verwendungszweck: "Schule im Libanon - 8002 6001"