„Lernplattform im Slum Parola“

Schulausbildung auf den Philippinen
Schulausbildung auf den Philippinen

Die geografische, politische und soziale Situation:
 

Die 7.107 Inseln der Philippinen liegen südlich von China im Pazifik und erstrecken sich auf insgesamt 299.000 Quadratkilometer, jedoch sind nur 880 der Inseln der Präsidialrepublik bewohnt. Von den 89 Millionen Einwohnern sind 81% Katholiken, 5% Muslime und 3% Protestanten. Nach einer langen Kolonialgeschichte erlangten die Philippinen 1946 ihre Unabhängigkeit. Während des Kalten Krieges wurde die Inselgruppe u. a. wegen ihrer geostrategischen Lage zum Spielball in den internationalen Beziehungen. Innenpolitisch zwischen einer formalen Demokratie und diktatorischen Strukturen hin- und hergerissen, verschlechterte sich die Lebenssituation für die Mehrheit der Bevölkerung zunehmend, so dass einer kleinen reichen und bestimmenden Oberschicht eine breite arme Bevölkerungsschicht gegenüber steht. International zählen die Philippinen zu den ärmeren Ländern der Welt.

 

Das Projekt „ALSA BUHAY“ im Slum Parola

Mit einer Gesamtfläche von 205 800 m² ist Parola eines der größten Slums der Philippinen. Ca. 75 000 Menschen leben dort entlang der Bahnlinie und dem Fluss oder in der Nähe der Mülldeponien unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das Familieneinkommen beträgt im Durchschnitt nur etwa US$ 75,- pro Monat. Um es Aufzubringen, müssen alle Familienmitglieder einschließlich der Kinder am Erwerb des zum Überleben notwendigen Lebensunterhalts mitwirken. Damit ist ein geregelter Schulbesuch für die meisten unmöglich. Die meisten Schüler werden zu Schulabbrechern ohne jeglichen Abschluss.

Seit 1999 bietet die Regierung der Philippinen Schulabbrechern die Möglichkeit, im sog. „Alternative Learning System ALS“ einen Schulabschluss nachzuholen. Zur Vorbereitung auf die Prüfungen können außerhalb des normalen Schulbetriebs Unterrichtsstunden besucht oder Unterricht bei privaten Instituten genommen werden. Die Erfolgsquote bei den staatlichen Programmen ist ausgesprochen niedrig, da die Schüler in hoher Eigenverantwortung lernen müssen, die oft nicht den realen Gegebenheiten entspricht. Private Institute verlangen Gebühren, die die Schüler und deren Familien nicht aufbringen können.

Um auch Kindern aus den schwierigsten sozialen Verhältnissen die Möglichkeit zu geben, einen Schulabschluss zu erwerben, gründete die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer im Jahr 2010 das Projekt „ALSA BUHAY“. „ALSA BUHAY“ heißt übersetzt „Nimm Dein Leben in die Hand“ und ist ein Zentrum, in dem zunächst 100 Kinder kostenlos einen gut strukturierten Unterricht erhalten und so auf ihre Schulabschlussprüfungen vorbereitet werden. Neben dem Unterricht wird ein enger Kontakt zu den Familien aufgebaut, damit die Kinder auch aus dem familiären Umfeld Unterstützung erhalten. 2010 legten 80% der Kinder und Jugendlichen dank des Projekts „ALSA BUHAY“ erfolgreich ihre Abschlussprüfungen ab, bis 2014 soll das Projekt auf 500 Schüler erweitert werden.

Um das Projekt erfolgreich weiterführen zu können, müssen die Koordinatoren und Lehrer des Projekts aus- und stetig weitergebildet werden. Die Schüler benötigen Schulmaterial und Unterrichtsräume.

Die aktion hoffnung unterstützt die Arbeit der Salvatorianer vor Ort. Sie ist der Überzeugung, dass die nachhaltigste Entwicklungsarbeit die Investition in Bildung ist. Damit wird den Menschen eine bessere wirtschaftliche und soziale Zukunft ermöglicht, aber auch ein Mitwirken beim Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher politischer Strukturen.

 

Können Sie sich vorstellen, die Arbeit der Salvatorianer auf den Philippinen zu unterstützen?

aktion hoffnung
Liga Bank Augsburg
IBAN: DE61 7509 0300 0200 1432 00
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Philippinen

Für eine Zuwendungsbestätigung geben Sie bitte Ihre vollständige Adresse an.